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Ich bin nicht perfekt. Aber mir reicht’s.

Moin, alle miteinander!

Ja, ich bin’s. Die, die diesen Blog ins Leben gerufen hat.

Für den Fall, dass ihr wissen wollt, mit wem ihr’s zu tun habt, lest einfach weiter. Ansonsten klickt weg, ich bin euch auch nicht böse.

Ehrlich.

Melina, Milena, Melanie, … ja, wie denn jetzt?

Wenn man als Melina durchs Leben geht, hat man es wahrlich nicht leicht. Bis Lehrer(innen) verstanden haben, dass erst das E und dann das I – wie im Alphabet eben – kommt, ist mindestens ein Schulhalbjahr um. Ganz schlimm wird es, wenn die Freundinnen, mit denen man im Klassenzimmer in derselben Reihe sitzt, Ina und Nina heißen. Da wird man eben einfach erst gar nicht dran genommen, wenn man sich einmal in der Woche meldet, oder man weiß nicht, wer jetzt eigentlich dran ist, weil die letzten beiden Silben sich so verdammt gleich anhören.

Melanie genannt zu werden fand ich da weniger schlimm. Aber vielleicht lag das auch nur daran, dass ich keine Melanie kannte, mit der ich verwechselt werden konnte.

Mir egal, ob es nur ein Druckfehler ist. Es ist falsch!

Eine Macke? Vielleicht ist es das. Aber ich stehe dazu, dass ich Rechtschreib- und Grammatik-Fehler nicht leiden kann. Wenn ich in Büchern auf Druckfehler stoße, bin ich bisweilen noch ganz tolerant (obwohl ich ganz schön mit mir kämpfen muss, wenn ich eins mit der alten Rechtschreibung erwische). Richtig peinlich finde ich es, wenn ich in einer (angeblich) seriösen Tageszeitung fünf Fehler in einem Mini-Artikel entdecke.

Ja, ich gehöre auch zu denjenigen, die bei Whatsapp Kommas setzen. Na und? Aber deswegen verurteile ich niemanden, der das nicht tut. So lange man ein bisschen Ahnung von deutscher Rechtschreibung und Grammatik hat (oder weiß, wie man mit der Rechtschreib- und Grammatikprüfung bei Word und Open Office umgeht), ist alles in Ordnung.

I’m just a wizard girl living in a muggle world.

Schön wär’s! Mal im Ernst, wie geil wäre es, wenn man irgendwann seinen Hogwarts-Brief mit der Entschuldigung bekäme, dass Voldemort alle Muggelakten im Ministerium vernichtet und deshalb niemand gewusst hat, dass man ein Zauberer oder eine Hexe ist? Okay, mir ist klar, dass Magie nicht existiert. Aber das hält mich nicht davon ab, ein Potter-Fangirl zu sein.

Als ich in der vierten Klasse war, habe ich Harry Potter entdeckt. Damals waren bereits die ersten fünf Bände veröffentlicht, die ich natürlich sofort alle verschlungen habe. Das Warten auf die Bände 6 und 7 war eine Qual. Ich bin bis heute fasziniert von der Welt, die Joanne K. Rowling erschaffen hat. Die Bücher fesseln mich bis heute, obwohl ich sie mittlerweile zigmal sowohl auf Deutsch, als auch auf Englisch gelesen habe. Durch Harry Potter bin ich übrigens an das Schreiben von Fanfiction gekommen.

Ein Nordlicht im Ballungsgebiet NRW.

Moin! Das sagen wir im Norden zu jeder Tages- und Nachtzeit. Mir persönlich ist das nie aufgefallen – bis ich nach Nordrhein-Westfalen gezogen bin. Hier sagt man es allerhöchstens morgens, aber das war’s auch schon. Mein Elternhaus zu verlassen, war ein großer Schritt, der aber getan werden musste. Entweder das oder die fünf Jahre meines Studiums (plus anderthalb Jahre Referendariat) eine Wochenendbeziehung mit 250 km Entfernung führen. Da mir zwei Jahre schon gereicht haben, fiel mir die Entscheidung leicht.

Dennoch ist der Morgengruß nicht der einzige Unterschied, an den ich mich gewöhnen musste. Obwohl meine Heimatstadt mit ca. 30.000 Einwohnern genauso groß ist wie mein jetziger Wohnort, war es für mich etwas ganz Neues, dass es überall Bushaltestellen gibt. Und die Busse fahren sogar die größeren Städte an. Aber trotzdem gibt es hier viel mehr Autos – und Menschen.

Ich glaube, ich bleibe ein Landkind. Irgendwann will ich wieder zurück.

Steuererklärungen machen und Kinder unterrichten. Was soll das denn?

Ganz einfach: Ich hatte nach dreizehn Jahren Schule (eigentlich habe ich zu G8-Zeiten Abitur gemacht, habe aber die 11. Klasse freiwillig wiederholt) einfach keinen Bock darauf, direkt zu studieren. Andererseits hätte ich damals wohl auch einfach das Falsche studiert. Denn mir ist erst während des ersten Lehrjahres in meiner Ausbildung zur Steuerfachangestellten klar geworden, was ich eigentlich wollte.

Den Ausbildungsplatz habe ich durch das berühmte Vitamin B bekommen (weil man in unserem Landkreis für alle anderen kaufmännischen Berufe das Wirtschafts-Abitur braucht) und mich dann in dem Steuerbüro recht wohl gefühlt. Die Arbeit hat mir Spaß gemacht, aber ich konnte mich nicht wirklich entfalten. Als mir dann Freundinnen, die Grundschullehramt studierten, von ihrem Studium erzählten, habe ich angebissen.

Da ich zu der Zeit schon mit meinem Freund aus NRW zusammen war, stellte sich natürlich die Frage nach dem Wo. Schnell war klar, dass wir beide keine Lust hatten, für die nächsten Jahre alle zwei Wochen 500 km Autobahn zu fahren. Also bewarb ich mich an ein paar Unis in NRW – und war erfolgreich.

Und ich kann euch sagen: Ich habe die richtige Entscheidung getroffen. Nach meinem Praktikum in den letzten Semesterferien weiß ich sicher, dass Grundschullehrerin mein Traumjob ist.

Wie ich schon sagte: Ich bin nicht perfekt.

Wer ist das schon? Man könnte jetzt sagen, jeder ist halt so, wie er ist. Aber wenn man die meiste Zeit seines Lebens als übergewichtiges Kind bzw. Teenager verbracht hat, ist das pures Gift für das Selbstwertgefühl. Hinzu kam, dass ich hauptsächlich aus Frust, Stress und Traurigkeit gegessen habe, wovon es bei mir zu der Zeit eine Menge gab.

Dank einer Abnehmkur mit 15 und der Erkenntnis, dass man auch mit ein paar Kilos mehr auf den Rippen liebenswert ist, geht es mir heute (relativ) gut. Es könnte immer noch besser sein, wie so vieles im Leben.

Aber mir reicht’s.

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